Das richtige Füllwasser in der Heizungsanlage 

 
Füllstation PUROTAP Mini 
auf Anlage installiert



In den letzten Jahren hat sich die Technik der Wärmeerzeugung deutlich verändert. 
Die Wärmeübertragungsflächen in den Heizkesseln wurden immer kompakter
und deren Wasserinhalt immer kleiner. Bei älteren Heizkesseln ist das Problem 
nicht akut wie bei neuen Heizsystemen. 
Der Kalk lagert sich an der wärmsten Stelle im Heizsystem, dem Wärmetauscher im 
Heizkessel ab. Der Belag wirkt isolierend, es kommt zu einem lokalen Wärmestau und die betroffenen Bereiche dehnen sich in der Folge mehr aus, als die weniger betroffenen. So entstehen mechanische Spannungen, die über Materialermüdung und Spannungsrisskorrosion zu einem Kesselschaden führen.
In der Schweiz liefert kein Wasserversorger Trinkwasser an, welches nach SWKI für die Füllung von Heizungen zugelassen wäre. Es ist also ein Umdenken bei den Heizungsfachleuten notwendig. Heizwasser ist mit der neuen Richtlinie zu einer technischen Flüssigkeit erklärt worden, die nur über einen geeigneten Füllapparat produziert werden kann. Sowie es kaum jemandem in den Sinn käme, die Autobatterie mit Trinkwasser nachzufüllen, so ist es nun auch bei der Heizung. Füllwasser darf nur noch eine Härte von weniger als 1 ° fH und eine elektrische Leitfähigkeit von weniger als 100 µS aufweisen. Es muss entsalzt sein. Als Verfahren in Frage kommen die Osmose, die Destillation und der Ionenaustausch. Nicht die geforderten Werte erzielen die Enthärtung und die Härtestabilisierung, sie sind somit als Verfahren ausgeschieden. In der Praxis haben sich Einwegpatronen und Füllapparate auf Basis von Ionentausch durchgesetzt. Die Profiklasse dieser Geräte (z.B. Purotap) kann im Umlaufverfahren eingesetzt werden. Der Installateur füllt und entlüftet die Anlage mit Rohwasser ab Trinkwasserhahn wie bis anhin. Erst danach, jedoch zwingend vor Inbetriebnahme des Heizkessels, schaltet er die Vollentsalzungspatrone mit einer eigenen Hilfspumpe zwischen Vor- und Rücklauf dazu. Nach einigen Stunden der Zirkulation ist jeder Liter des Anlageninhaltes auf die geforderten Werte nach SWKI BT 102-01 demineralisiert und der Wärmeerzeuger kann für die erste 
Probeheizung hochgefahren werden.

Information ist wichtig

Für die Befüllung der Heizung ist schlussendlich einzig die Weisung und die Vorschrift des Kesselherstellers massgebend. Diese ist entweder in den Betriebsunterlagen ersichtlich, oder der Heizungsinstallateur muss sich beim Heizkessel-Hersteller erkundigen. Es ist zu empfehlen, sich schriftlich an den Hersteller zu wenden. Für die Messung der Füllwasserhärte stehen folgende drei Möglichkeiten zur Verfügung:

Nachfragen bei den Werksbetriebe und Wasserversorgungsunternehmen der jeweiligen Gemeinde.

Selber eine Messung durch einen ausgewiesenen Fachmann durchführen.

Informieren Sie sich auf www.heizwasser.ch. Dort sind die Härtegrade der meisten Gemeinden hinterlegt.

 

PUROTAP Einwegpatrone 1000


FUNKTION

Die Patrone filtriert auf einfache Weise Kalk und aggressive Wasserinhaltsstoffe aus dem Füllwasser. Einfach Füllschlauch anschliessen und Anlage über die Patrone füllen. Arbeitet mit Ionenaustausch (ohne Inhibitoren). Kann dem Hauskehricht übergeben werden.

GEEIGNET FÜR

den einmaligen Gebrauch, auch durch den Hausbesitzer selbst. Gehört als Notreserve in jeden Servicewagen. Kesselhersteller können die Patrone der Apparatelieferung mitgegeben und werden so erhöhte Anforderungen an die Füllwasserqualität elegant am Markt durchsetzen.



PUROTAP profi


FUNKTION

Mobile Füllstation für die Demineralisierung des Füllwassers in grösseren Heiz- und Kühlsystemen. Kesselschäden durch Kalkablagerungen werden verhindert. Mit allen integrierten Mess- und Regelgeräten. Benötigt kein Stromanschluss. Harz kann einfach vor Ort nachgefüllt werden, verbrauchtes Harz dem Hauskehricht übergeben.

GEEIGNET FÜR

Heizungsinstallateure in Gebieten mit hoher Wasserhärte, Fernwärmesysteme, Grossanlagen und jedes grössere Heiz- oder Kühlsystem mit Nachspeisebedarf > 1’000 l p.a.